Joseph Leitkrath
Eggental / Kaufbeuren 1736 - 1811
Allegorie der Eucharistie
Entwurf für das Deckenbild im Chor der St.-Nikolaus-Pfarrkirche in Oberndorf bei Donauwörth
Datierung: um 1776-81
Technik: Öl auf Leinwand
Format: 47 cm / 39,80 cm
Inv. Nr.: Rl 2
Katalog Nr.: 11

Das Leben von Joseph Leitkrath (auch Leikrath oder Leidtgradt genannt) ist kaum erforscht. 1765 wurde er in die Zunft in Donauwörth aufgenommen. Seine Altarbilder und Deckenmalereien sind vor allem im bayerischen Schwaben zu finden.
Die „Allegorie auf die Eucharistie“ zeigt eine Monstranz mit dem Allerheiligsten in der Mitte und vier verschiedene Opfer-Darstellungen an den Seiten. Unten ist die Hauptszene, das Opfer der christlichen Kirche zu sehen: Vor einem Altar steht Fides, die Personifikation des Glaubens, mit einem Kreuz im Arm und weist auf die Vertreter der kirchlichen Hierarchie, Papst, Kardinal, Bischof und – im Hintergrund – einen Priester. Auf der rechten Seite folgt das Opfer des Alten Testamentes: Vor einer Architekturkulisse bringt der Hohepriester Aaron seine Brandopfer dar. Mittig oben ist vor der Silhouette Jerusalems der gekreuzigte Christus dargestellt, der zur Monstranz über seinem Haupt emporblickt. Die letzte Szene links zeigt das Opfer Abrahams. Der Engel fällt dem Stammvater Abraham in den Arm, um zu verhindern, dass dieser seinen Sohn Isaak tötet, wie es Gott – um seinen Gehorsam zu prüfen – von ihm verlangt hatte (Gen. 22). Im Gestrüpp links hat sich der Widder verfangen, den Abraham am Ende Gott zum Dank opfern wird.
Die Freskoausführung erfolgte zwischen 1776 und 1781 für die St.-Nikolaus-Pfarrkirche in Oberndorf bei Donauwörth und gibt die Ölskizze, abgesehen von der Vertauschung der beiden seitlichen Opferszenen und kleineren Details, weitgehend unverändert wieder.

 

Deckenbild, Schrägansicht, Oberndorf bei Donauwörth, Pfarrkirche St. Nikolaus

Joseph Leitkrath: Allegorie der Eucharistie, um 1776-81

Ausgeführtes Werk: