Mattia Bortoloni
Rovigno 1696 - Mailand 1750
Merkur, Diana und Cupido
Entwurf für das zerstörte Deckenfresko im Palazzo Dugnani in Mailand
Datierung: um 1741
Technik: Öl auf Leinwand
Format: 43 cm / 46 cm
Inv. Nr.: Rl 35
Katalog Nr.: 2

Mattia Bortoloni zog bereits in jungen Jahren nach Venedig, um bei Antonio Balestra eine Ausbildung als Maler zu erhalten. In der venezianischen Korporation der Maler, der "Fraglia", war er seit 1720 registriert. Bortoloni arbeitete vor allem in Oberitalien – zwischen Venedig und Bergamo – als Freskant und Altarbildmaler. Er orientierte sich vorwiegend an Meistern des 17. Jahrhunderts.
Die Skizze zeigt am unteren Ende einer spiralförmig nach oben sich windenden Wolkenbahn zunächst Merkur, durch eine Farbpalette mit Pinseln, Fernrohr, Himmelsglobus und Buch als Erfinder und Patron der Wissenschaften und Schönen Künste gekennzeichnet. Er wendet sich belehrend Cupido links über ihm zu, der eine geometrische Figur auf eine Tafel malt. Über ihnen sitzt Diana, die Göttin der Jagd, die einen Pfeil in die Höhe hält. Es handelt sich um ein "Familienbild", da nach der Überlieferung von Cicero Cupido als Sohn von Diana und Merkur gilt.
Die Suche sowohl nach dem Künstler als auch dem Ausführungsort war langwierig. Erst 1979 gelang die endgültige Zuordnung zu Mattia Bortoloni und dem Palazzo Dugnani in Mailand. Das dortige Fresko ist heute zerstört, die Ausführung nur mehr fotografisch überliefert. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg hat man es offensichtlich gänzlich verfallen lassen. Daher ist auch nicht mehr feststellbar, welche Funktion der Raum mit dem Deckenfresko hatte – denkbar wäre Bibliothek oder Studiolo.

 

Merkur und die Künste, Deckenbild (zerstört), Mailand, Palazzo Dugnani

Mattia Bortoloni: Merkur, Diana und Cupido, um 1741

Ausgeführtes Werk: